Die Rattenlinie

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Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es ein geheimes Fluchtnetzwerk für Nazis und Kriegsverbrecher. Dieses Netzwerk wurde „Rattenlinie“ genannt. Viele ehemalige SS-Mitglieder und andere Nationalsozialisten wollten nach dem Krieg aus Europa fliehen, weil sie Angst hatten, verhaftet oder bestraft zu werden. Dabei half ihnen vor allem die Regierung von Juan Perón in Argentinien. Offiziell sagte Argentinien, dass deutsche Fachkräfte und Techniker ins Land kommen sollten. In Wirklichkeit wurden viele Nazis aufgenommen. Die Fluchtroute verlief meistens von Deutschland oder Österreich über die Schweiz nach Italien und dann weiter nach Argentinien. Besonders wichtig war dabei die Stadt Bern. Dort gab es in der Marktgasse 49 eine geheime Organisation, die „Argentinische Auswanderungszentrale“ hieß. Dort wurden Pässe, Visa und Reisen organisiert. Viele Nazis reisten danach entweder mit dem Flugzeug oder mit Schiffen weiter nach Südamerika. Oft fuhren die Schiffe vom Hafen in Genua ab und kamen später in Buenos Aires an.


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Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es ein geheimes Fluchtnetzwerk für Nazis und Kriegsverbrecher. Dieses Netzwerk wurde „Rattenlinie“ genannt. Viele ehemalige SS-Mitglieder und andere Nationalsozialisten wollten nach dem Krieg aus Europa fliehen, weil sie Angst hatten, verhaftet oder bestraft zu werden. Dabei half ihnen vor allem die Regierung von Juan Perón in Argentinien. Offiziell sagte Argentinien, dass deutsche Fachkräfte und Techniker ins Land kommen sollten. In Wirklichkeit wurden viele Nazis aufgenommen. Die Fluchtroute verlief meistens von Deutschland oder Österreich über die Schweiz nach Italien und dann weiter nach Argentinien. Besonders wichtig war dabei die Stadt Bern. Dort gab es in der Marktgasse 49 eine geheime Organisation, die „Argentinische Auswanderungszentrale“ hieß. Dort wurden Pässe, Visa und Reisen organisiert. Viele Nazis reisten danach entweder mit dem Flugzeug oder mit Schiffen weiter nach Südamerika. Oft fuhren die Schiffe vom Hafen in Genua ab und kamen später in Buenos Aires an.


Des Weiteren halfen auch Schweizer Behörden mit, beispielsweise der Polizeichef Heinrich Rothmund und Justizminister Eduard von Steiger. Sie wussten angeblich über die Fluchtwege Bescheid und erlaubten vielen Nazis die Durchreise durch die Schweiz. Teilweise wurden sogar Visa ausgestellt oder Grenzbeamte schauten einfach weg. Auch der Vatikan half bei den Fluchten. Der Priester Krunoslav Draganovic organisierte in Italien Unterkünfte, Papiere und Reisen für ehemalige Nazis. Dadurch konnten viele Kriegsverbrecher unbemerkt nach Südamerika fliehen. Durch die „Rattenlinie“ konnten bekannte NS-Verbrecher, wie Adolf Eichmann und Josef Mengele nach Argentinien fliehen. Dies zeigt, dass die Fluchthilfe sehr gut organisiert und viele Länder sowie Personen daran beteiligt waren.

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