Die „Nordroute“ war eine geheime Fluchtroute für Nazis nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde 1947 von dem argentinischen Präsidenten Juan Perón organisiert. Über diese Route konnten viele ehemalige Nazis von Deutschland über Dänemark und Schweden nach Argentinien fliehen. Eine wichtige Person dabei war Carlos Schulz. Er besorgte Einreisegenehmigungen und half Nazis dabei, falsche Pässe und Visa zu bekommen. Viele Flüchtlinge reisten dann über Schweden und die Schweiz weiter nach Buenos Aires per Flugzeug.
Auch argentinische Konsulate halfen mit und stellten oft ohne Kontrolle Dokumente aus. Unterstützt wurde die Route außerdem von ehemaligen SS-Mitgliedern und anderen Helfern. Über die Nordroute flohen viele Nazis und Kriegsverbrecher nach Argentinien, zum Beispiel der SS-Arzt Carl Vaernet.
1947 wurde Carlos Schulz in Schweden verhaftet und musste das Land verlassen. Zusätzlich es gab Probleme mit den Behörden in Dänemark und Schweden. Dadurch wurde die Nordroute fast komplett beendet. Danach entstand eine neue Fluchtroute über Italien und die Schweiz, die „Südroute“ auch oft „Rattenlinie“.