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Josef Mengele

Informationen

Josef Mengele war SS-Arzt in Auschwitz. Dort machte er schlimme Selektionen und grausame medizinische Experimente. Er schickte dadurch tausende Menschen in den Tod. Nach dem Krieg konnte er trotz Suche durch die Alliierten entkommen und lebte erst einmal mehrere Jahre unentdeckt in Deutschland.


Ab 1948 wurde seine Flucht nach Argentinien vorbereitet. Mit Hilfe von Helfern, katholischen Kontakten und falschen Papieren bekam er den Namen „Helmut Gregor“. So erhielt er einen Rotkreuzpass und eine Einreisegenehmigung. 1949 kam er nach Buenos Aires. Am Anfang lebte er dort einfach, aber spĂ€ter fand er schnell Kontakt zur deutschen Nazi-Gemeinde. Auch wichtige UnterstĂŒtzer halfen ihm weiter.


In Argentinien arbeitete Mengele fĂŒr verschiedene Firmen und knĂŒpfte GeschĂ€ftsbeziehungen. Dadurch wurde er auch wirtschaftlich erfolgreich. Mit der Zeit fĂŒhlte er sich immer sicherer und benutzte wieder seinen echten Namen. Er lebte dort fast offen. Kontakte zu PerĂłn und zu anderen ehemaligen Nationalsozialisten waren dabei sehr wichtig. Ende der 1950er-Jahre wurde seine Lage schlechter. Es gab politische VerĂ€nderungen, Ermittlungen aus Deutschland und auch persönliche Probleme. Deshalb floh er nach Paraguay und spĂ€ter nach Brasilien. Auch dort lebte er weiter versteckt und bekam Hilfe von ehemaligen Nazis. Mengele bereute seine Taten nie. 1979 starb er in Brasilien bei einem Badeunfall. Er war damit jahrzehntelang der Strafverfolgung entkommen.